Luftbild-Aurubis-Hamburg-2022

Umweltschutz am Standort Hamburg

Nur etwa vier Kilometer Luftlinie vom Hamburger Rathaus entfernt, auf der Elbinsel Peute, befinden sich der größte Produktionsstandort der Aurubis AG und die Konzernzentrale auf einem ca. 870.000 m2 großen Gelände.

Der Standort Hamburg der Aurubis AG ist eine der modernsten Primär- und Sekundärkupferhütten weltweit. Aus Kupfererzen, Recyclingmaterialien wie Schrotten und verschiedenen anderen komplexen Werkstoffen werden jährlich etwa 400.000 t reines Kupfer erzeugt. Im Rahmen der Multi-Metall-Gewinnung werden zusätzlich weitere Metalle wie Edelmetalle, Nickel, Blei und Zink sowie Eisensilikat-Produkte und Schwefelsäure gewonnen.

Verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet: Umweltgerechter Betrieb in urbaner Umgebung

Die Herstellung von Metallen inmitten einer Großstadt ist nicht trivial, aber Aurubis hat sich zu einer umweltgerechten Kupfer- und Multimetallproduktion unter diesen herausfordernden Rahmenbedingungen verpflichtet. Das erfordert Anstrengungen, die über das gesetzliche Maß hinausgehen, denn der Schutz der Umwelt und der Gesundheit von Nachbarn und Mitarbeitern ist die Basis für die Standortsicherung. Wir müssen und wollen die Wachstumsziele der Stadt mit der nachhaltigen Betriebsentwicklung von Aurubis am Standort Hamburg kombinieren. So wird durch den Einsatz innovativer, leistungsfähiger Technik und gefördert durch ein hohes Umweltbewusstsein der Mitarbeiter vorbildliches im Umweltschutz geleistet und an einer kontinuierlichen Verbesserung gearbeitet.

Umsetzung und Überwachung aller geltenden Umweltanforderungen werden am Standort Hamburg durch die Abteilung Umweltschutz wahrgenommen. Die Anforderungen ergeben sich aus den relevanten Gesetzen, wie dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), Wasserhaushaltgesetz (WHG), aus Auflagen der Anlagengenehmigungen, aus Konzernvorgaben und werden um freiwillige Verbesserungsmaßnahmen erweitert.

Systematische Umweltüberwachung: Zertifiziertes Umweltmanagementsystem, umfangreiches Monitoring und regelmäßige Audits

Als Instrument zur Überwachung des rechtskonformen Betriebes und Unterstützung einer kontinuierlichen Verbesserung betreiben wir ein Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001 und EMAS, welches durch eine akkreditierte Stelle jährlich überwacht und alle drei Jahre zertifiziert wird. Das Umweltmanagementsystem ist seit 2017 Teil eines übergeordneten Integrierten Managementsystems (IMS). Dieses beinhaltet weiterhin die Managementsysteme für Qualität (DIN ISO 9001), Energie (DIN ISO 50001) und Arbeitsschutz (DIN ISO 45001).

Zur Überwachung des rechtskonformen Anlagenbetriebs werden im Rahmen des Umweltmonitorings umfangreiche Messungen gemäß geltendem technischem Standard durchgeführt. Aufgrund der hohen Messdichte ergeben sich bis zu 10.000 Einzelanalysen im Luftbereich. Hinzu kommen Lärm- und Schwingungsmessungen. Die Eigenüberwachung wird kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei spielen automatisierte Messverfahren eine wichtige Rolle, um die Datendichte beim Umweltmonitoring im Sinne einer bestmöglichen Vorsorge weiter zu erhöhen.  

Die praktische Überprüfung des ordnungsgemäßen Betriebs erfolgt durch regelmäßige Kontrollgänge und Audits in den Produktionsbetrieben. Schulungen von jährlich etwa 1000 Mitarbeitern zu aktuellen Themen fördern Verständnis und Aufmerksamkeit für Umweltbelange im Arbeitsalltag. Moderne digitale Lernmethoden steigern dabei die Lerneffizienz. Die Leitungsfunktionen der Produktionsbetriebe werden zu neuen rechtlichen Entwicklungen im Umweltbereich in gesonderten Informationsveranstaltungen auf dem Laufenden gehalten.

Als wichtigste Umweltaspekte am Standort Hamburg wurden die Vermeidung diffuser Staubemissionen und der Gewässerschutz identifiziert. Darüber hinaus sind auch weitere Themen wie die Vermeidung von Abfällen, die Erhöhung der Recyclingquote oder auch die Förderung von Biodiversität und schadstoffarmer Mobilität von Bedeutung. Aus der Bedeutsamkeit der Umweltaspekte werden Maßnahmen zu deren Verbesserung abgeleitet und umgesetzt.

Detaillierte Umweltinformationen zum Standort Hamburg finden Sie in der aktuellen Umwelterklärung.

Umweltschutz Hamburg - Daten & Fakten
Staubemissionen

Während Anfang der 1990er Jahre große Verbesserungen durch Errichtung und Betrieb von Filteranlagen vor den Essen erzielt wurden, sind weitere Verbesserungen heutzutage nur noch schwerer bzw. mit erheblichem technischen Aufwand über den Stand der Technik hinaus und unter hohem Energieeinsatz zu erzielen. Bei der Planung von Verbesserungen müssen diese zu den Auswirkungen auf andere Ziele, wie z.B. die Transformation in eine klimaneutrale Produktion, in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Daher werden in Zukunft intelligente Steuerungssysteme mit differenzierter Wirkungsweise gegenüber der herkömmlichen Entstaubungstechnik immer mehr an Bedeutung gewinnen. Aurubis entwickelt diese neuartigen Technologien auch im eigenen Hause und fördert auf diese Weise die Weiterentwicklung des Standes der Technik branchenübergreifend auf europäischer Ebene.

Seit dem Jahr 2000 konnten die Staubemissionen des Standortes sowohl spezifisch (- 79 g/t produziertes Kupfer pro Jahr) als auch absolut (-30 t pro Jahr) verringert werden. Die mit der Freien- und Hansestadt Hamburg freiwillig geschlossenen Emissionsminderungsvereinbarungen wurden stets erfüllt.

Unsere Anlagen werden bereits mit den besten verfügbaren Abgasreinigungstechniken betrieben. Es verbleibt jedoch ein geringes Restemissionsniveau, das hauptsächlich durch diffuse Emissionen bestimmt wird. In vielen Fällen sind geeignete Minderungssysteme weder erprobt noch mit der erforderlichen Effizienz auf dem Markt verfügbar. Trotz dieser Herausforderungen plant Aurubis, insbesondere diffuse Staubemissionen auch in Zukunft durch geeignete Lösungen weiter zu reduzieren, zum Beispiel durch die effiziente und bedarfsgesteuerte Absaugung und Reinigung von Abluft aus Dachöffnungen oder durch den Einsatz neu entwickelter Filtermedien.

So werden am Standort Hamburg bis 2027 über 100 Mio. € in Maßnahmen zur weiteren Emissionsminderung in der Primärhütte über den Stand der Technik hinaus investiert. Die Maßnahmen erstreckten sich von optimierten Quellenabsaugungen über ein neu installiertes Verfahren zur Aufbereitung von Zwischenprodukten bis hin zum Einsatz modernster Absaug- und Filtertechnik zur Erfassung von staubförmigen Restemissionen. Weitere Schritte zur weiteren Reduktion von diffusen Emissionen der Primärhütte sollen zu einer Emissionsminderung von 80 % führen. All das zahlt auf unsere Nachhaltigkeitsstrategie ein – und macht den Standort langfristig zukunftssicher.

Staubemissionen Standort Hamburg DE

Staubemissionen in g/t erzeugten Kupfers und in g/t Kupferäquivalent

Metallemissionen

Durch Optimierungen der betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlage konnten die Metallemissionen in Gewässer seit 2000, unter Berücksichtigung der normalen Schwankungsbreite, pro t erzeugten Kupfers um mehr als 30% gesenkt werden. Weitere Verbesserungen, u.a. durch Optimierung Prozessparameter der Abwasserbehandlungsanlage, durch Verbesserung der Dosierstrategie und technische Optimierungen sind geplant.

Metallemissionen Standort Hamburg DE

Metallemissionen in Gewässer in g/t erzeugten Kupfers und in g/t Kupferäquivalent

Energieverbrauch

Durch den sparsamen Einsatz von Rohstoffen und Energie praktizieren wir verantwortliches Handeln gegenüber zukünftigen Generationen. Bei langfristiger Betrachtung konnte der spezifische Energieverbrauch am Produktionsstandort Hamburg in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert werden; im Vergleich zum Jahr 1990 um rund 45 %.

Der CO2-Fußabdruck der Aurubis-Kupferproduktion liegt mit 1.289 kg/t bei weniger als der Hälfte des weltweiten Durchschnitts.

Je mehr Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz in der Vergangenheit umgesetzt worden sind, desto herausfordernder ist eine weitere Optimierung. Heute lassen sich bei mindestens gleichbleibend hohen Investitionen nur vergleichsweise geringe Verbesserungen innerhalb der Werksgrenzen erzielen, weil der Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionsminderung technologische Grenzen gesetzt sind. So erfordert der Einsatz von komplexen Recyclingrohstoffen mit vergleichsweise geringem Metallgehalt und von komplexen Erzkonzentraten einen höheren Energieeinsatz für die Verarbeitung. Daher setzen wir neben der weiteren Effizienzsteigerung auch auf Lösungen, die außerhalb unseres Werkes Energie und damit CO2 einsparen – wie z. B. das Industriewärmeprojekt Hamburg mit einem Gesamteinsparpotential von bis zu 120.000 t CO2 pro Jahr, das im Jahr 2024 mit der letzten Ausbaustufe vollständig in Betrieb genommen wurde. Seitdem werden über 20.000 Haushalte in Hamburg nach erfolgtem Anschluss an das gesamte Fernwärmenetz mit nahezu fossilfreier Wärme versorgt.  

Im Jahr 2019 wurde die erste 10 MW Power-to-Steam-Anlage im Werk Hamburg in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um einen elektrisch betriebenen Dampferzeuger, der in Phasen mit Überangebot an erneuerbarem Strom im Netz zugeschaltet werden kann. Eine 100-prozentige Stromversorgung durch erneuerbare Energien vorausgesetzt, können allein durch diese Anlage rund 4.000 t CO2 jährlich eingespart werden.

Auf dem Transformationspfad spielen in der aktuellen Phase Effizienz- und Flexibilisierungsmaßnahmen eine relevante Rolle. So werden wir weiter Maßnahmen zur Abwärmenutzung, Wärme- und Stromspeicherung identifizieren und umsetzen. Gegenläufige Effekte, wie z.B. entstehend durch die Weiterentwicklung des Werks und auch Umweltschutzmaßnahmen können noch nicht immer vollständig kompensiert werden. Bei Investitionsentscheidungen ist jedoch die Auswirkung auf den Klimaschutz zwingendes Prüfkriterium.

Energieverbrauch Standort Hamburg DE

Energieverbrauch am Standort Hamburg in MWh/t erzeugten Kupfers

Maßnahmen & Projekte im Umweltschutz
Luftreinhaltung und Verminderung von Emissionen

1. Projekt: Reduktion Diffuser Emissionen (RDE) in der Primärkupfererzeugung

  • Nach vollständiger Umsetzung aller Maßnahmen können die diffusen Emissionen der Primärkupfererzeugung um 80 % verringert werden. Die erste Umsetzungsphase wurde erfolgreich implementiert. Die zweite Umsetzungsphase erfolgt 2026 mit Inbetriebnahme.
  • Die Anlage besteht in ihrer Endausbaustufe aus fast 20.000 speziellen feinstaubrückhaltenden Filterelementen mit einer Filterfläche von 22.500 m², was ca. 3 Fußballfeldern entspricht
  • Die Abluftleistung kann bis auf 1,5 Mio m³/h bedarfsgerecht heraufgeregelt werden, entsprechend etwa der Füllung von 450 Heißluftballons in einer Stunde als Maximalleistung
  • Die neuartige Technologie ist von der KfW über das Umweltinnovationsprogramm gefördert worden
Wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz

1. Auskopplung von industrieller und nicht mit fossilen Brennstoffen erzeugter Abwärme bis 38 MW aus der Schwefelsäureproduktionsline 2 und 3 und Einspeisung in das vorhandene städtische Übertragungsnetz

  • Diese zweite Stufe des 2018 gestarteten Industriewärmeprojekts kann zusätzlich mehr als 120.000 t/a CO2 einsparen.
  • Fertiggestellt: 2024

2. Reduktion von CO2-Emissionen durch diverse Maßnahmen

  • Erdgasreduzierung in der Primärkupferhütte (Anodengießmaschine und Rinnen und an der Mittellanze des Schwebeschmelzofens)
  • Einbau effizienter Pumpen und Gebläse, überwiegend mit Drehzahlregelung
  • Reduktion von Druckluftverluste in der Sekundärkupferproduktion, Neubau effizienter Drucklufterzeugungsanlagen
  • Ersatz von Kalkstein durch Hochofenschlacke als Zuschlagstoff bei der Sekundärkupfererzeugung
  • Errichtung neuer Anodenöfen, speziell ausgelegt zum zukünftigen Einsatz von Wasserstoff als Reduktionsmittel (Einsparpotenzial 6.000 t/a CO2)
  • LED-Beleuchtungen
  • Maßnahmen umgesetzt in 2023 und 2024
Förderung des Gewässerschutzes

1. Verbesserung der Abwasserbehandlungsanlage, Reduzierung von Metallemissionen

  • Weitere Optimierung der Prozessparameter der Abwasserbehandlungsanlage durch Verbesserung der Dosierstrategie und technische Optimierungen sowie Online-Messtechnik
  • Vernetzung von Anlagen als Redundanz

2. Weitere Verminderung der Abwassermenge.

  • Reduzierung des Kühlwasserbedarfs bei Durchlaufkühlungen durch optimierte Temperaturregelung und Umstellung auf Kreislaufkühlsysteme im Bereich Abgasreinigung und Edelmetall/Recycling
  • Umsetzung in den Jahren 2024 -2027
Förderung der städtischen Biodiversität

Wir sehen keinen Widerspruch zwischen Naturschutz und Industrieproduktion. Wo immer möglich versuchen wir neben der notwendigen Weiterentwicklung des Werks auch bei der Förderung von städtischer Biodiversität zu unterstützen.

Gemeinsam mit der Umweltbehörde und dem NABU wurden im Rahmen des Netzwerks UnternehmensNatur Maßnahmen abgestimmt, die dem wichtigen Natur- und Artenschutz in Hamburg helfen.

Im Rahmen einer Bestandsaufnahme wurden weitere Maßnahmen zur Förderung der städtischen Biodiversität abgestimmt, mit dem Schwerpunkt, die Ziele zur Förderung der städtischen Biodiversität mit den Projekten zu Werksentwicklung und Transformation im beiderseitigen Fortschritt bestmöglich zu vereinbaren.

Bestimmte Freiflächen auf dem Gelände bieten Möglichkeiten, um Lebensräume insbesondere für Insekten und Vögel zu entwickeln. Ergänzende Begrünungen an den Säumen und Randstreifen mit heimischen Pflanzen können die Artenvielfalt erhöhen. Wenn möglich werden sonnige Stellen als offene Blühflächen als Wildblumenwiese geschaffen und mit entsprechend extensiver Pflege erhalten. Diese sind für Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge wichtige Trittsteinbiotope.

Vertikalbepflanzungen und Gründächer bleiben wichtige Optionen, um die begrenzten Flächen optimal zu nutzen.

Ein Schwerpunkt bleibt der Erhalt des Wanderfalkenreviers in unserem Werk.

Falke

Wanderfalke bei Freilassen nach kurzer tierärztlicher Behandlung nach einem Flugunfall

Meilensteine im Umweltschutz am Standort Hamburg
2024: Stufe 2 der Auskopplung CO2-freier Industriewärme

Weitere technische Änderungen an den Säurekühlern der Kontaktanlage, Strang II und III. Investitionen von ca. 100 Mio. €. Die Nutzung der Abwärme in einer Höhe von 40 MW bedeutet eine CO2-freie Versorgung von bis zu 20.000 Hamburger Haushalten mit Fernwärme zur Gebäudeheizung und einer CO2-Einsparung von ca. 100.000 t/a. Damit erhöht das Projekt wesentlich die Energieeffizienz des Standorts und trägt maßgeblich zu den Klimaschutzzielen der Freien und Hansestadt Hamburg bei. 

20241220_Aurubis_Backdrop_Ansicht

2020 - 2026: Reduzierung diffuser Emissionen im Bereich der Primärkupfererzeugung

Reduzierung diffuser Emissionen im Bereich der Primärkupfererzeugung: Stufenweise Umsetzung von Maßnahmen zur weiteren Minderung staubförmiger diffuser Emissionen aus der Primärkupfererzeugung. Das Gesamtprojekt beinhaltet neben Effizienzsteigerungen bei vorhandenen quellennahen Erfassungssystemen auch Maßnahmen zur Optimierung der Hallenströmungsverhältnisse und der Errichtung neuer Aggregate zur emissionsarmen Behandlung interner Zwischenprodukte. Zusätzlich wird die stufenweise Installation einer rein bedarfsabhängig gesteuerten Erfassung und Reinigung von Restemissionen am Dach ein wichtiger Bestandteil des innovativen Konzepts. Die Dachabsaugung ist so konzipiert, dass sie stufenweise erweitert werden kann. Durch das an den jeweils vorliegenden tatsächlichen Bedarf angepasste Steuerungskonzept wird darüber hinaus eine hohe Energieeffizienz erreicht. Mit der Maßnahme wird eine Minderung der diffusen Emissionen aus der Primärkupfererzeugung um ca. 80 % erwartet – auch im globalen Maßstab ein Vorbild für eine saubere Produktion. Das Projekt wurde im Jahr 2020 gestartet. Schrittweise Umsetzung, erster Schritt 2022 abgeschlossen. Investition: 100 Millionen Euro. Die zweite Umsetzungsphase befindet sich in der Umsetzungsplanung.

Die Inbetriebnahme wird voraussichtlich 2026 erfolgen.

2019: Elektrodendampfkessel
power-to-steam

Der 10-MW-Elektrodenheizkessel erzeugt Dampf insbesondere zu Zeiten überschüssigen Stroms aus erneuerbaren Energien. Damit wird ein Beitrag zur Netzstabilisierung geleistet. In den Betriebsphasen des Elektrodendampfkessels kann herkömmlich mit Erdgas erzeugter Prozessdampf substituiert werden. Dadurch ergibt sich ein jährliches CO2-Einsparpotenzial in Höhe von 4.000 t/a.

2018: Auskopplung CO2-freier Industriewärme
2018-hamburg-fernwarmeauskopplung

Technische Änderungen an den Säurekühlern der Kontaktanlage, Strang I. Anhebung des Temperaturniveaus zur Ermöglichung einer Auskopplung von Fernwärme und Bau einer Fernwärmeleitung bis zur Werksgrenze zur Versorgung der Hafencity Ost. Vermeidung der Einleitung von jährlich 12 Mio m³ Kühlwasser in die Elbe. Investitionen von ca. 22 Mio €

2018: Optimierung Prozessgasreinigung Konzentrattrocknung Rohhütte Werk Ost

Ersatz der alten Nassgaswäsche an der Konzentrat-Trockentrommel der Rohhütte Werk Ost durch eine moderne Trockenfilteranlage • Reduzierung der Unfallgefahr durch verbesserte Ergonomie • Reduzierung der Staubemissionen um 75 % • Reduzierung der SO2-Emissionen um 85 %

2018-hamburg-optimierung-prozessgasreinigung

2018: Hallendachabsaugung E-Ofen Nord
2018-hamburg-hallendachabsaugung

Installation einer Absaugung von 60.000 m³/h auf dem Gebäude des Elektro-Ofens der Sekundärhütte. Filterung der Abluft über vorhandene Filteranlage. 

2016: Interplantturbine hinter AHK RWO

Inbetriebnahme einer Dampfturbine zur Stromerzeugung. Die vormals ungenutzte Druckstufe zwischen 60 und 20 bar wird mit Hilfe eines Überhitzers nutzbar gemacht. Damit Einsparung von etwa 5.000 t CO2 pro Jahr.

2015: Energieeffiziente Anodenschlammtrocknung
2015-hamburg-anodenschlammtrocknung-neu

Inbetriebnahme einer neuartigen, dampfbeheizten Anodenschlammpresse inklusive verschiebbarer Absaughaube zur vollständigen Erfassung der thermik-induzierten Emissionen oberhalb der Presse.

2014: Neue Bleiraffination
2014-hamburg-neue-bleiraffi

Ersatz der alten Bleiraffination. Verminderung diffuser Emissionen durch verbesserte Abläufe mit Lüftungskonzept um ca. 50%. Neubaukosten von ca. 20 Mio €.

2012: Lagerhalle Nord + Brecher
2012-hamburg-lagerhalle-nord-neu

Errichtung einer Lagerhalle inklusive eines eingehausten und abgesaugten Brechers für schadstoffbelastete Schüttgüter im Werk Nord. Materialtransport erfolgt nun über ein vollständig geschlossenes System.

2011: RWO: NHF 5 / Esse 25

Neubau einer Filteranlage zur weiteren Verminderung diffuser Emissionen im Konverterbereich.

2009: Fluor Turm KAWO

Inbetriebnahme zweier Waschtürme zur Entfernung von Fluoriden und anderen wasserlöslichen Inhaltsstoffen aus dem Abgas. Das Gas durchströmt die Türme dabei von unten im Gegenstrom zum Waschwasser.

2008: Rohhütte Werk Ost: Umbau Anodenofen / Anoden Gießmaschine
2008-hamburg-rwo-anodenofen

Neues Abgaserfassungssystem für Anodenofen und –gießmaschine bewirkt Emissionsminderung von mehr als 70% des Bereiches. Investition von mehr als 7 Mio €.

2004/05: Haus in Haus Konverter Nord, Überdachung östliche Konverterhalle
2004-05-hamburg-uberdachung

Einhausung und Absaugung des Pierce-Smith-Konverters der Rohhütte im Werk Nord zur Erfassung und Behandlung von SO2-haltigen Abgasen aus Chargiervorgängen innerhalb der Konverterhalle (Haus in Haus-Konzept). Überdachung des Konverter-Zwischenproduktplatzes zur Verminderung diffuser Staubemissionen.

Zertifikate Aurubis Hamburg
Information der Öffentlichkeit nach Störfallverordnung
Kontakt
Arne Schilling
Arne Schilling

Leitung Umweltschutz, Energie und Arbeitssicherheit Hamburg Betriebsbeauftragter für Gewässerschutz

Telefon +49 40 7883-3788
E-Mail senden